Dienstag, 26. September 2017
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Wo ist eine Abstützung notwendig?

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Smarte Robotertechnik unterstützt Einsatzkräfte nach Erdbeben in Italien

09.05.2017

Nach dem schweren Erdbeben in Italien im vorigen Jahr kamen Technologien und Know-how aus dem EU-Forschungsprojekt "TRADR" zum Einsatz: Italienische Rettungskräfte baten das Team, darunter Mitarbeiter des Fraunhofer IAIS aus Sankt Augustin, Innenaufnahmen von zwei vom Einsturz bedrohten Kirchen - der San Francesco Basilika und der Sant'Agostino Kirche - zu liefern.

 - Das Forschungsprojekt „TRADR“ liefert 3-D-Bilder aus Gebäuden, die vom Einsturz gefährdet sind.
© TRADR / Vigili del Fuoco
Das Forschungsprojekt „TRADR“ liefert 3-D-Bilder aus Gebäuden, die vom Einsturz gefährdet sind.

Damit soll zusätzliche Zerstörung verhindert und der weitere Einsatz geplant werden. Drei Flugroboter und zwei Bodenroboter waren innerhalb kürzester Zeit vor Ort einsatzbereit: In enger Zusammenarbeit zwischen Menschen und Robotern und unter extremen Bedingungen und hohem Zeitdruck konnten schließlich 140 Gigabyte an Bild- und Sensordaten zu aussagekräftigen 3-D-Modellen von den Gebäuden verarbeitet werden. Der Einsatz zeigt, wie europäische Zusammenarbeit wirkungsvoll funktioniert.

Ein Anwendungsfeld von „Cognitive Robotics“ ist der Einsatz von intelligenten Robotern in Katastrophenfällen bei unübersichtlichen Gefahrenzonen. Die Roboter unterstützen die Rettungskräfte beim Einsatz, indem sie als stellvertretende Werkzeuge für Menschen eingesetzt werden. In diesem Einsatzszenario wurden die Roboter teilweise ohne Sichtkontakt ferngesteuert und kooperierten miteinander. Zwei der Flugroboter lieferten Bilder, mit deren Hilfe der Operator Anweisungen für die Flugrichtung des dritten geben konnte und dieser so seinen Weg durch enge Fenster oder einen zerstörten Dachstuhl fand. Die anschließend aus Innen- und Außenaufnahmen sowie Lasersensordaten entwickelten 3-D-Modelle zeigen der italienischen Feuerwehr Vigili del Fuoco, wo eine Abstützung der Wände notwendig ist, damit weitere Einstürze verhindert und die Kulturgüter erhalten werden können.