"Plug & Produce" trifft Datenräume – OPC UA macht's möglich

Der umati-Stand auf der Messe SPS – Smart Production Solutions (Halle 5, Stand 238) wird zum Schaufenster für die Zukunft industrieller Vernetzung.

Zwei praxisnahe Demonstratoren zeigen, wie aus dem etablierten Kommunikationsstandard OPC UA konkrete Lösungen für unternehmensübergreifende Datenräume und „Plug & Produce“-Szenarien entstehen. Interoperabilität ist kein Zukunftsversprechen mehr, sondern Realität und Voraussetzung für digitale Geschäftsmodelle.

Vom Shopfloor in den Datenraum: OPC UA macht es möglich

Die Entwicklung internationaler Datenräume schreitet voran, unter anderem in Projekten wie SM4RTENANCE oder Factory-X. Architekturen wie bspw. die MX-Port Konfiguration Orion verknüpfen die offenen Standards OPC UA und Data Space Protocol (DSP) und ermöglichen so das Teilen von live Shopfloor-Daten über einen Datenraum.

Umati greift diese Entwicklungen auf und zeigt mit einem Demonstrator, wie Unternehmen durch die Nutzung von standardisierten Informationsmodellen, den OPC UA Companion Specifications, unabhängig von ihrem Standort eigene Maschinen über diese Architektur an Datenräume anbinden können. Sie profitieren von Anwendungsfällen wie Energiemonitoring oder einer Product Carbon Footprint (PCF)-Berechnung, die in Echtzeit erfolgt. Damit wird deutlich: OPC UA Companion Specifications ermöglichen als Standard-Informationsmodelle die nötige Interpretierbarkeit der Daten und somit Interoperabilität.

„Plug & Produce“ in der Wägetechnik

Gemeinsam mit Systec, Siemens und Mettler Toledo entstand ein zweiter Demonstrator, der die Leistungsfähigkeit von OPC UA Companion Specifications im Bereich Wägetechnik zeigt. Standardisierte Schnittstellen ermöglichen die herstellerunabhängige Bereitstellung von Messdaten sowie eine minimale Integrationszeit – ein entscheidender Schritt hin zu „Plug & Produce“ in der Produktion.

Die Lösung demonstriert, wie durch gemeinsame Standards die Integration neuer Geräte vereinfacht und die digitale Durchgängigkeit in der Fertigung erhöht wird. Dies ist ein zentraler Baustein für die intelligente Fabrik.

Interoperabilität als Schlüssel zur digitalen Transformation

Die neue VDMA-Studie „Interoperabilität im Maschinen- und Anlagenbau unterstreicht die Relevanz der vorgestellten Lösungen. Es zeigt deutlich, dass OPC UA in der industriellen Praxis angekommen ist:

  • 57% der befragten Unternehmen verwenden den Standard bereits in der Produktion,
  • nur 8% haben keine Pläne, es zu übernehmen,
  • Rund die Hälfte aller neuen Produkte sind bereits OPC UA-fähig.

Dies stellt eine deutliche Verlagerung von Pilotprojekten hin zu einer breiten Umsetzung dar. Darüber hinaus integrieren 60% der Unternehmen OPC UA auf ausdrücklichen Wunsch der Kunden, während 40% dies proaktiv tun, um sich an den zukünftigen Marktanforderungen auszurichten. Interoperabilität ist also nicht nur ein technisches Konzept, sie ist ein strategischer Erfolgsfaktor für den Maschinen- und Anlagensektor.

Besuchen Sie umati auf der SPS und erleben Sie die Zukunft der industriellen Vernetzung live.

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